Film: Bombay Beach

Screenshot YT Bombay Beach

Nachdem ich gestern in der Verlängerung Spanien – Portugal einen mentalen Wadenkrampf erlitten habe, bin ich beim Umschalten bei Arte hängen geblieben. Die Bilder, die ich zu sehen bekam, zogen mich direkt in ihren Bann. Es lief „Bombay Beach“, ein teils surrealistisch anmutender Dokumentarfilm von Alma Har’el und das Porträt einer Gemeinschaft von Menschen, die am Rande des Saltonsees in der Colorado-Wüste leben. Einst galt die Region als Urlaubsparadies, doch der See, der 1905 durch einen Dammbruch künstlich entstanden ist, ist inzwischen umgekippt, hat einen hohen Salzgehalt und an den Ufern tummeln sich die toten Fische. Die Ortschaft Bombay Beach ist eine der ärmsten in den USA und in den heruntergekommen Häusern leben nur noch etwa 100 Menschen. Drei davon werden im Film begleitet: Benny ist ein 6-jähriger, manisch-depressiver Junge, der bei seinen waffenvernarrten Eltern in teils haarsträubenden, aber auch liebevollen Verhältnissen lebt. CeeJay ist aus L.A. nach Bombay Beach geflohen, nachdem sein Cousin im Bandenkrieg getötet worden war. Nun träumt er von einer Karriere als Football-Spieler. Und dann ist da noch der alte Red, der einst für die Öl-Firmen gearbeitet hat und sich nun von Kippen und Wiskey ernährt. Er erinnerte mich irgendwie an Johnny Cash. Es ist rührend zu sehen, wie die Leute dort irgendwie über die Runden kommen und ihre Hoffnung und Menschlichkeit nicht verloren haben.

Leider, leider, leider gibt es den Film nicht über die Arte-Mediathek zu sehen. Aber hier ist der Trailer:

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